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Ruhestandsplanung

Risiko Langlebigkeit bis 85 plus: Warum gute Finanzplanung in Österreich weiter denken muss

Österreich gehört seit Jahren zu den Ländern mit einer hohen Lebenserwartung. Das ist persönlich eine gute Nachricht. Doch ein längeres Leben braucht mehr Kapital in der Altersvorsorge. Daran sollte sich auch eine gute Finanzplanung orientieren. Nach Daten von Statistik Austria liegt die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern bei rund 79 Jahren, die von Frauen bei über 84 Jahren. Für die Pensionsvorsorge ist jedoch nicht die Lebenserwartung bei Geburt entscheidend, sondern die fernere Lebenserwartung ab 65 Jahren. Ein 65-jähriger Mann hat statistisch noch rund 18 weitere Lebensjahre vor sich, eine gleichaltrige Frau etwa 22 Jahre. Damit bewegen sich realistische Planungshorizonte letztlich eher bis zum 85. Lebensjahr und darüber hinaus. Das sollte eine Beratung berücksichtigen.

Langlebigkeit: Individuelle Chance und rechnerisches Risiko zugleich

Langlebigkeit ist gesellschaftlich wie individuell positiv besetzt. Sie steht für medizinischen Fortschritt, höhere Lebensqualität und die Möglichkeit, nach dem Erwerbsleben noch viele aktive Jahre zu gestalten. Mehr Zeit für Familie, Reisen oder persönliche Projekte ist ein Gewinn. Gleichzeitig entsteht daraus ein finanzmathematisches Risiko. Je länger Menschen leben, desto länger muss vorhandenes Vermögen tragfähig bleiben. Das sogenannte Risiko „Langlebigkeit“ beschreibt daher keine negative Entwicklung, sondern eine Herausforderung. Es gilt Kapital über deutlich längere Zeiträume hinweg zu sichern.

Inflation: Wirkung über Jahrzehnte bedenken

Neben der steigenden Lebenserwartung spielt die Inflation eine zentrale Rolle in der Finanzplanung. Nach außergewöhnlich hohen Teuerungsraten – etwa in den Jahren 2022 und 2023 – geht das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung WIFO in seiner Konjunkturprognose für 2026 und für 2027 von einer Inflationsrate von rund 2,5 Prozent aus. Doch auch solche moderaten Werte entfalten über lange Zeiträume eine erhebliche Wirkung auf die Vermögensbilanz. Bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,5 Prozent verliert ein fixer Einkommensbetrag über 25 Jahre fast die Hälfte seiner realen Kaufkraft. Für Planungen bis zum 85. Lebensjahr ist dieser Effekt also dementsprechend zu berücksichtigen.

Altersbedingte Kosten realistisch berücksichtigen

Mit zunehmendem Alter verändert sich die persönliche Ausgabenstruktur. Gesundheitsnahe Kosten gewinnen an Bedeutung, insbesondere private Zuzahlungen für Wahlärzte, Therapien oder Hilfsmittel. Hinzu kommen mögliche Aufwendungen für Betreuung und Pflege. Das staatliche Pflegegeld unterstützt zwar je nach Pflegebedarf mit monatlichen Leistungen zwischen rund 205 Euro und über 2.200 Euro. Diese Beträge decken jedoch häufig nicht die tatsächlichen Gesamtkosten bei höherem Unterstützungsbedarf. Gerade im höheren Alter können zusätzliche Eigenleistungen erforderlich werden. Auch wohnbezogene Anpassungen oder Veränderungen der Mobilität führen im Verlauf des Alters zu finanziellen Anforderungen, die in einer guten Vorsorge-Kalkulation nicht ausgeblendet werden dürfen.

Konsequenzen für die unabhängige Beratung

Für unabhängige Beraterinnen und Berater bedeutet das: Gute Finanzplanung muss heute deutlich längere Zeiträume abdecken als noch vor einer Generation. Sie sollte nicht nur auf den Pensionseintritt fokussieren, sondern bis zum 85. Lebensjahr und darüber hinaus denken. In der Summe entscheidend sind realistische Annahmen zur Lebenserwartung, zur Kaufkraftentwicklung und zu altersbedingten Kosten. Das Risiko „Langlebigkeit“ gehört zu den zentralen Planungsprinzipien in der Finanzberatung. Wer diesen Faktor systematisch einplant, erhöht die Chance, dass zusätzliche Lebensjahre für Kundinnen und Kunden finanziell tragfähig bleiben. Erst damit ist und bleibt die Lebensqualität im Alter gesichert.

Quelle

Statistik Austria – Sterbetafeln (fernere Lebenserwartung):

www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/bevoelkerung/demographische-indikatoren-und-tafeln/sterbetafeln 

WIFO – Österreichs Wirtschaft sieht Licht am Ende des Tunnels (Prognose für 2025 bis 2027), WIFO-Konjunkturprognose, Ausgabenummer 4, Publikationsnummer 438667, Online seit 18.12.2025: 

https://www.wifo.ac.at/publication/438667/

Sozialministerium Österreich – Pflegegeld (Beträge 2026): 

www.sozialministerium.gv.at/Themen/Pflege/Pflegegeld.html

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