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The Way Forward

27.06.2018

Vorsorge der Zukunft

Der GARS:
Rückblick und Ausblick im Juli 2018

The Way Forward (TWF), die Vordenkerplattform von Standard Life, beschäftigt sich mit Trendthemen rund um die Altersvorsorge. In diesem Monat nimmt sie den Standard Life Global Absolute Return Strategies Fund (GARS) ins Visier. Die große Frage, die viele Anleger umtreibt, lautet: Kann der GARS zu alter Stärke zurück finden? Dazu interviewte die TWF-Redaktion Andrea Wehner Investment Director, Multi-Asset Investing bei Aberdeen Standard Investments und Stephan Hoppe, Director Investment Strategy bei Standard Life.

Frau Wehner, es lässt sich kaum leugnen, dass Ihr Flaggschiff, der GARS, seit einiger Zeit nicht mehr so solide performt wie in den Jahren davor.

AW: Das stimmt. In den vergangenen drei Jahren hat sich der GARS schwer getan und ist hinter dem selbst gesteckten Ertragsziel deutlich zurückgeblieben.

Herr Hoppe, als Absolute-Return-Fonds ist der GARS sehr breit aufgestellt und sollte für die verschiedensten Marktsituationen gut gewappnet sein. Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe für seine magere Performance?

SH: Im Prinzip ist ihm seine breite Diversifizierung während des Höhenflugs der Indizes zum Verhängnis geworden. In einer Phase, in der traditionelle Anlageklassen wie Aktien und Anleihen nur eine Richtung kennen – nämlich nach oben – , ist es für Absolute-Return-Konzepte wie GARS oftmals nicht möglich, Schritt zu halten. Daher haben sich viele andere, sogenannte „Absolute Return Fonds“, die tendenziell eher als „Mischfondskonzepte plus“ zu beschreiben sind, in der jüngeren Vergangenheit vor allem auf diese beiden Anlageklassen konzentriert. GARS hingegen bleibt der ursprünglichen Strategie der „echten“ Diversifizierung treu und gibt so den Anlegern ein sehr robustes und vielfach erprobtes Sicherheitsnetz, wenn die globalen Aktienmärkte korrigieren. Dadurch hat der GARS im Vergleich natürlich eingebüßt.

Das ist dann auch der Grund, warum sich der GARS während der Marktkorrektur Ende Januar Anfang Februar 2018 zunächst wieder gut geschlagen hat …

AW: Richtig, für solche Marktturbulenzen, wie in dem von Ihnen genannten Zeitraum, ist das Portfolio ja auch konstruiert. An der sich anschließenden Erholung konnte der GARS aber nicht im vollen Umfang partizipieren.

SH: Bei den jüngsten sehr heftigen Marktschwankungen, die durch die politischen Ereignisse in Italien ausgelöst wurden, musste der GARS ebenfalls ein paar Federn lassen. Allerdings lässt sich die Entwicklung des GARS nicht auf das einzige Thema Italien reduzieren, das sich gegebenenfalls auf mehrere seiner Strategien negativ ausgewirkt hätte. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Können Sie uns einige dieser Gründe erläutern?

AW: Na beispielsweise die Ankündigungen von Strafzöllen auf Aluminium und Stahl durch die USA. Die hat sich negativ auf unsere Position in koreanischen Aktien ausgewirkt. Schließlich ist Korea ausgesprochen stark vom Export und dem globalen Handel abhängig. Die relative Aktienstrategie wiederum, bei der wir Schwellenländeraktien den brasilianischen Aktien gegenüberstellen, wurde sowohl vom stärkeren US Dollar negativ belastet, als auch von Anzeichen, dass sich die brasilianische Wirtschaft im ersten Quartal 2018 leicht erholt hat. Ein ganz anderes Beispiel ist unsere Zinsstrategie „britische Zinsen versus deutsche Zinsen“. Aus unserer Sicht spiegelt die derzeitige Höhe der Zinsdifferenz nicht die zu erwartende wirtschaftliche Entwicklung Großbritanniens im Vergleich zu Deutschland und der Eurozone wider. In den vergangenen Monaten wurde dies jedoch von den Märkten noch nicht entsprechend eingepreist.

Wieso hat der GARS nicht ähnlich wie die Konkurrenzfonds verstärkt auf Aktien und Anleihen gesetzt?

SH: Wie eben bereits angedeutet, halten wir an der Grundidee des GARS aus Überzeugung fest. Auch wenn die von Andrea genannten Strategien in den ersten Monaten dieses Jahres zeitweise einen negativen Beitrag geleistet haben, zeigen sie dennoch sehr anschaulich die unterschiedlichen Renditetreiber unddie hohe Diversifizierung des GARS-Portfolios. Im Umkehrschluss bedeutet dies nämlich, dass auch die positiven Beiträge nicht von einem einzigen Szenario oder Marktereignis abhängen.

Dennoch ist es verständlich, dass so mancher Anleger bedauert, derzeit in den GARS investiert zu sein – was denken Sie?

SH: Sofern Anleger ihre Investitionsentscheidungen ausschließlich mit dem Blick in den Rückspiegel treffen und gegebenenfalls ein Faible für kurzfristige Zeithorizonte haben, ist es selbstverständlich nachvollziehbar, dass gerade jetzt die Versuchung groß ist in Bezug auf den GARS die Flinte ins Korn zu werfen.

Richten wir den Blick nach vorn. Wie beurteilen Sie das derzeitige Marktumfeld?

AW: Die Möglichkeiten der Ertragsgenerierung unterscheiden sich im derzeitigen Marktumfeld erheblich von denen, die Anleger in den vergangenen drei Jahrzehnten genutzt haben.

Warum ist das so?

AW: Die Portfolios der meisten Investoren stützten sich bis dato auf die drei Hauptsäulen Aktien, Staats- und Unternehmensanleihen (Investment Grade). Unserer Ansicht nach befinden wir uns jedoch in Bezug auf diese wichtigen Bausteine zurzeit an einem Wendepunkt. Der langen Aktienrallye könnte – einhergehend mit dem sich zu Ende neigenden Wirtschaftszyklus – so langsam die Luft ausgehen. Auch steigende Zinsen in Kombination mit einem schwächeren Wachstum wären „Gift“ für die bereits hoch bewerteten Aktienmärkte. Staatsanleihen können mit dem sich abzeichnenden Ende des 35 Jahre andauernden Bullenmarktes keine attraktiven Erträge mehr bieten – vor allem nicht bei ansteigender Inflation und der Erwartung höherer Zinsen. Auf dem derzeitigen Renditeniveau kann zudem ein Kapitalverlust nicht ausgeschlossen werden. Und Unternehmensanleihen sind vor dem Hintergrund der gegenwärtig äußerst niedrigen Zinsdifferenz und der Möglichkeit ansteigender Zinsen aus unserer Sicht alles andere als attraktiv.

Sie glauben also, dass der GARS wieder zum Erreichen des Renditeziels zurückfindet?

SH: Wenn viele Hauptertragsquellen der traditionellen Anlageklassen versiegen oder bereits ausgeschöpft sind und die Anleger ihre Gelder dennoch breit streuen möchten, um etwaige Marktrückgänge besser abfedern zu können, sind Investmentstrategien gefragt, die abseits dieser ausgetretenen Hauptpfade Erträge generieren können.

AW: Und genau das macht der GARS. Auf Basis unseres breiten Investmentuniversums und unserer großen Investmentfreiheiten können wir auch nicht-traditionelle Möglichkeiten nutzen und selbst in einem sich ändernden Marktumfeld verschiedene Ertragsquellen anzapfen. Erwähnt sei hier beispielsweise unsere in diesem Jahr neu eingeführte Strategie, bei der wir Ölkonzerne dem globalen Aktienmarkt gegenüberstellen und so von Bewertungsdifferenzen und gegenläufigen Trends profitieren können – unabhängig von der Entwicklung des breiten Aktienmarkts.

Ihr Engagement für den GARS und seine langfristige Performance ist unverändert hoch?

SH: Definitiv. Unabhängig davon, ob wir uns nun in der Endphase eines Marktzyklus ´ befinden oder sich einfach nur langfristige Trends verändern, der GARS ist für solche Situationen gerüstet und auch auf sie vorbereitet. Nach wie vor ist GARS das Investment der Standard Life Pensionskasse. GARS hat somit nicht nur einen ausgesprochen hohen Stellenwert im Unternehmen, sondern es werden auch alle Anstrengungen unternommen, um ihn wieder auf die Erfolgsspur zu bringen – sei es durch weitere Investitionen in das Team oder einfach nur durch die konzernweite Unterstützung bei der Ideengenerierung unter Einsatz der anlageklassenspezifischen Expertise im Haus.

 

Hier handelt es sich um die Meinung der Autoren. Die Lektüre des Interviews ersetzt keine Beratung.

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